Wichtig sind natürlich sowohl das
Substraat in welchem die Pflanze stehen wird, als auch die klimatischen
Bedingungen unter welchen Sie wächst.
Bei Outdoor kann eigentlich nur auf das Substrat Einfluss ausgeübt werden,
indem zuerst einmal ein Standort mit guter Erde gewählt wird. Durch
verschiedene Massnahmen kann diese dann noch zusätzlich verbessert werden,
um somit die Bedingungen für die Pflanzen zu optimieren. Auf das Klima
kann Outdoor dagegen kein Einfluss ausgeübt werden und somit verbleibt den
Growern diesbezüglich nur auf einen guten Herbst zu hoffen.
Im Gegensatz zu der Indoorzucht aber ist das Outdoor growen eine recht
kostengünstige Angelegenheit bei welcher das meiste von Mutter Natur zur
Verfügung gestellt wird. Was es für Outdoor braucht sind gute Pflanzen,
ein Stück fruchtbaren Boden, glückliches Klima, ein wenig feeling und
vielleicht noch einen leicht grünen Daumen.
Und wäre da nicht eine Gesetzeslage welche gegen jegliche Moral und
sämtliche Bürgerrechte handelt, dann wäre Outdoor eine recht billige und
einfache Art sich selber zu versorgen. Leider aber muss bei der aktuellen
Lage jeder Outdoor-Bauer nicht nur den Arm des Gesetzes sondern auch
Menschen fürchten, welche die Bedeutung fremden Eigentums nicht kennen.
Solche charakterlosen Backpfeifen gibt es leider in Mengen und somit wird
Outdoor growen zwar eine billige Sache für den Geldbeutel, doch oftmals
eine teure für die Nerven.
Im Gegensatz zu Outdoor aber ist die
Hanfzucht unter Kunstlicht eine investitionsreiche Angelegenheit, und
jeder der mit dem Gedanken spielt Indoor zu growen sollte sich dessen
bewusst sein. Unter Kunstlicht zu züchten ist in gewisser Weise “Gott“
spielen zu wollen. Den Pflanzen muss nämlich Klima und Licht geboten
werden, welches den optimalen Bedingungen einer natürlichen Umgebung
entspricht. Und dazu muss dann natürlich auch noch gesorgt werden, dass
der Duft der Pflanzen nicht in der ganzen Umgebung zu riechen ist.
Dass dafür eine simple Lampe und allenfalls noch ein Ventilator nicht
reichen werden, sollte spätestens zu diesem Zeitpunkt jedem bewusst werden.
Durch Fachwissen, grüne Daumen und viel Zeitaufwand ist es natürlich
möglich auf die eine oder andere technische Errungenschaft zu verzichten.
Wer jedoch nicht bereit dazu ist genügend in eine solide Basis zu
investieren, der sollte besser kein Indoor growen.
Natürlich ist es nicht erforderlich immer
das Teuerste zu kaufen, wobei das Teuerste natürlich auch nicht
automatisch das Beste ist. Doch sollte man beim Sparen sehr vorsichtig
sein, da eine Growbox starken Belastungen ausgesetzt ist und zuviel Sparen
teuer werden kann. (Siehe dazu bei Technik und Growbox / noch im Aufbau)
Während man bei der Growbox noch bei einigen Punkten (Wahl des
Wandmaterials, Bodenbeckens etc.) abspecken kann, ist dies bei Licht und
Lüftung bereits nicht mehr gross möglich. Und was beim Indoor growen schon
gar nicht möglich ist, sind Einsparungen beim dem Einen auf Kosten des
Anderen. Licht, Lüftung, Luft- als auch Bodenklima müssen stimmen, denn
sobald das Eine nicht geht nützt auch das Andere nicht mehr viel!
Da aber inzwischen ein sehr grosser Markt für Growzubehör besteht kosten
inzwischen die Lampen, Ventilatoren und was es noch braucht lange nicht
mehr soviel wie früher. Und eine komplett ausgestattete Growbox kommt
oftmals billiger, als einem Dealer die Kohle zu liefern.
Steht das Konzept einmal und ist die
Umgebung für die Pflanzen bereit, dann müssen diese natürlich noch besorgt
werden. Dabei gilt es beim Preis auch wieder nicht zu sehr auf dem
Spartrip zu sein, doch sind bei Samen die Preisunterschiede (zur Zeit)
schon extrem und in keinem realen Verhältnis. Für 30 bis 70 CHF oder 25
bis 30 Teuro per 10 Samen sollte man gute Qualität erhalten und ein
Mehrpreis ist meistens ungerechtfertigt. Einige Firmen betreiben einen
relativ hohen Aufwand um gleichbleibende Qualität zu offerieren, wobei
diese dann auch entsprechend industrialisiert sind was die
Herstellungskosten schliesslich senkt. Andere Firmen dagegen werben mit
weiblichen Samen was absolut lächerlich ist, aber offensichtlich immer
wieder offene Ohren findet. Durch Bestäubung mit Pollen von Hermaphroditen
bestimmter Art ist es möglich, die prozentuale Zahl der weiblichen
Pflanzen beim Saatgut erheblich zu steigern. Eine Garantie für weibliche
Pflanzen ist dies aber noch lange nicht. Eine zuverlässige Produktion
weiblichen Saatgutes wäre lediglich durch Genmanipulation zu erreichen und
das will hoffentlich keiner unserer Leser.
Generell kann hier vorerst Folgendes
gesagt werden:
- Outdoor ist aus finanzieller Sicht
meistens sehr kostengünstig, wobei aber ein sehr hohes Diebstahl-Risiko
besteht.
- Bei Indoor sollte unbedingt
vernünftiges Material gekauft werden, was natürlich mit hohen Kosten
verbunden ist.
- Bei der Growbox ohne Innenausrüstung
sollte man sich Gedanken über die eigenen Ansprüche machen. Einsparungen
beim Wandmaterial werden hier lediglich auf Kosten der eigenen
Bequemlichkeit, aber nicht auf Kosten der Funktionalität gehen, solange
die Grundregeln beachtet wurden. (Siehe dazu Growboxkonstruktion / noch
im Aufbau)
- Bei Licht, Lüftung und der Steuerung
des Ganzen sollten auf keinen Fall falsche Einsparungen gemacht werden.
(Siehe dazu die entsprechenden Themen / noch im Aufbau)
- Eine automatische Bewässerung ist in
jedem Fall empfehlenswert, wobei besonders Anfängern eine solche zu
empfehlen ist. Erstens sorgt eine automatische Bewässerung für
Regelmässiges und korrektes Giesen und somit für einen ausgewogenen
Wasserhaushalt des Substrats.
- Auch die Anschaffung von Ph und EC
Meter ist empfehlenswert, da dies erst eine effiziente Kontrolle der
Nährstoffabgabe ermöglicht.
- Bei der Samenwahl gibt es inzwischen
genügend Anbieter und Referenzen um diese zu einem vernünftigen Preis
erwerben zu können.
- Gute Stecklinge sollten nicht mehr als
CHF 15 oder 10 Euro per Stück kosten.
Es ist nicht erforderlich das man immer
nur das Teuerste kauft, aber in vielen Fällen lohnt es sich etwas mehr aus
zu geben weil über Jahre erprobt wurden und dadurch auch gewährleistet ist,
das die Grundfunktionen mit dem gewünschten Effekt übereinstimmen.
Das Gleiche gilt auch für das Saatgut, obwohl ich in diesem Zusammenhang
Einschränkungen machen muß. Es gibt Sorten die hervorragende Eigenschaften
haben, aber trotz allem sehr preiswert sind.
Preiswerte Hansamen kaufen
Das einzige wofür man die Regel:"billig bedeutet nicht schlecht" nicht
anwenden kann, sind die billigen Nachzuchten und Fälschungen. Die sind
zwar preiswert, aber bieten bei weitem kein gutes
Preis-Leistungsverhältnis. Die Samen sind oft zu klein, beschädigt, und
haben eine schlechte Keimrate. Wenn man durch solche Schlamperei seitens
des Züchters die Hälfte der Saat verliert bringt das keinen großen Nutzen.
Es ist daher in jedem Fall wichtig sich genau über die Produkte zu
informieren, bevor man etwas kauft.