Um gute Resultate beim Keimen
der Samen zu erhalten muß man mit entsprechender Vorsicht
vorgehen. Obwohl Hanf in der Regel auch ohne besondere
Praktiken und Apparaturen anfängt zu keimen, sollte man die
Samen in einem separaten Gefäß keimen lassen. Gerade bei den
teuren Markensamen wäre es ein unsinniger Verlust wenn die
Keime aus Schlampigkeit oder Mangel an Sachkenntnis
absterben.
Hanfsamen benötigen nur ein bestimmtes Maß an Feuchtigkeit.
Wenn sie zu feucht gehalten werden lösen sie sich in Ihre
Bestandteile auf, und wenn sie zu wenig Wasser bekommen
vertrocknen die frischen Keime. Ein genau dosiertes Maß an
Feuchtigkeit erhalten die Samen wenn man sie zuvor 12-16
Stunden quellen läßt. Hierzu legt man die Samen, für die
angegebene Zeit, in ein Glas mit Wasser. Nach 12 Stunden
müßten alle Samen im Wasser versinken. Samen die nach dieser
Zeit noch an der Oberfläche schwimmen dürften defekt seie
schwimmen dürften defekt sein. Das heißt, die darin
enthaltenen Keimblätter sind verkümmert. Meist lohnt es sich
nicht solche Samen einzupflanzen, da das Ergebnis in der
Regel unbefriedigend ist. |
WeedFarmer: Super Skunk
Der Samen auf dem Bild hat die richtige Ausrichtung. Das
spitze Ende ist unten und das abgeflachte Ende mit dem
Blütenansatz ist oben. Das untere Teil platzt beim keimen
auf und der frische Keim tritt aus. |
Nachdem die Samen gut durchgeweicht sind, werden sie aus dem
Wasser genommen und in einen Keimbehälter gelegt. Es gibt
für diesen Zweck zwar auch besondere Schalen aber in der
Praxis reicht ein umgedrehter Deckel von einem Einmachglas
oder eine Untertasse. In diese flache Schale legt man ein
Stück feuchtes Kleenx oder Tempo, und bettet darauf die
Samen. Ich möchte an dieser Stelle noch einmal betonen, daß
die Unterlage feucht sein muß, nicht naß. Ist die Umgebung
der Samen zu naß, dann stirbt der Samen ohne die Schale
durchbrochen zu haben. Es darf nur soviel Feuchtig. Es darf
nur soviel Feuchtigkeit enthalten sein das beim
Schrägstellen des Gefäßes kein Wasser aus der Unterlage
tropft. Zum Abschluß deckt man den Samen mit einer Lage
Kleenex ab, und verschließt das Gefäß mit einer perforierten
Klarsichtfolie. |
Nach ca. 12-48 Stunden sollten
die Keime sichtbar sein. Sobald das der Fall ist, werden die
Samen in Anzuchterde oder in Torfquelltöpfe gesetzt. Es ist
sinnvoll die Anzuchterde vorher mit einem Zerstäuber zu
befeuchten. Bei den Quelltöpfen ist das nicht erforderlich
da sie bereits in Wasser gequollen sind, und eine Menge
Feuchtigkeit enthalten. Auch hier ist wieder wichtig das sie
nicht zu naß sind. Beim leichten zusammendrücken dürfen die
Quelltöpfe nicht mehr tropfen.
Der Samen platzt beim
Keimen der Länge nach auf und am unteren Ende wird der weiße
Keim sichtbar. Beim Einpflanzen muß der Keim nach unten
zeigen da sich aus ihm später das Wurzelsystem entwickelt.
Die Pflanztiefe sollte ca. 5 mm. betragen. Aus dem, zu
diesem Zeitpunkt noch unter der Schale verborgenem Keimblatt,
bildet sich der Rest der Pflanze. Man sollte daher möglichst
darauf achten daß dem Keimblatt nicht der Weg durch zu feste
Erde oder harte Erdklumpen versperrt wird. Außerdem ist es
von Vorteil den Samen gleich seiner Anatomie entsprechend
einzusetzen damit die Pflanze auf ihrem Weg zur
Erdoberfläche keine unnötigen Verrenkungen machen muß. Das
Bild linksoben zeigt die korrekte Ausrichtung des Saatgutes.
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