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                          Umtopfen     -Wurzelwachstum&Umgewöhnung 
 
                     Leitfaden zum Umtopfen      
                                                                                                                                                                          
                     Beschneiden&Herunterbinden     -Techniken&Auswirkungen


                                               Vegetatives Wachstum   
 
   
                                             Klonieren einer Mutterpflanze  - Vorteile; -Hormonlösungen
                                                                                                    -Weidenwasser

 
           
                                       Herstellung&Nutzung von Weidenwasser    
 
 
                                              Leifaden zum Klonieren   -Vorgehensweise 
                                                                                         -durch Klonieren das Geschlecht bestimmen




                                      Umtopfen (siehe auch Wurzelmedium&Behälter)

          Haben sich die Wurzeln im ganzen Topf ausgebreitet,ist die Zeit zum Umtopfen gekommen-die 
          schnell wachsenden Wurzeln brauchen jetzt Platz,denn werden sie eingeengt,führt das zu einem 
          Verkümmern der Pflanze-der Wuchs läßt nach-Cannabis wächst über dem Boden im gleichen
          Verhältnis wie die Wurzeln unterirdisch!-die Zweige werden im Verhältnis etwa so weit wachsen,
          wie das Wurzelwerk es tun kann.  
              
Wie das Klonieren,ist auch das Umtopfen eine traumatische Erfahrung für die Pflanze-die Wurzel-
           haare sind besonders empfindlich& können durch Licht,Luft od. durch zu grobe Behandlung leicht
           verletzt werden-die Wurzeln können auch austrocknen und absterben,wenn sie längere Zeit nicht
           in einem Medium sind. 
           Am besten topft man spät am Tag um,damit  die Pflanze sich über die Nacht erholen kann.

              
In dem neuen Topf kann dieselbe Art von Pflanzenmedium verwendet werden,um den Wurzeln
           eine umgewöhnungsphase zu ersparen-einfacher ist es,die Stecklinge einfach in einem Torftopf
           zu ziehen &die Pflanze dann samt dem Torf in einen größeren Behälter umzusetzen.
           Bei grobem Sand oder Vermiculit,sollte man den Wurzelballen des Stecklings gut ausschütteln
          (Vorsichtig!!) bevor man ihn umsetzt. Vitamin B1,hilft der Pflanze das Umpflanzen besser zu ver-
           arbeiten-sie muß sich jetzt umstellen,um die Wasseraufnahme&den Transport durch die Pflanze
           wieder anlaufen zu lassen! In dieser Phase werden große Mengen an Phosphor(P),dafür weniger 
           Kalium(K) & Stickstoff(N) benötigt. 
           Auch ein weniger intensives bzw. gefiltertes Licht ist für die Pflanze jetzt besser,weil d. Blattwuchs
           gleich schnell abläuft,wie die Wurzeln Wasser&Nährstoffe liefern können-auch die Chlorophyll-
           &Photosynthese-produktion sind jetzt reduziert. 
           Die Stecklinge unter eine Leuchtstofflampe stellen & erst nach ein paar tagen  unter die Hoch-
           drucklampe -das ist Optimal. 
           Auch viel Wasser hilft ihr sich umzugewöhnen-das Wasser preßt das Wurzelmedium dicht an die 
           Wurzeln &schützt sie so vor dem austrocknen-aber auch die Wasser-&Nährstoffaufnahme hängen
           von dem Kontakt zwischen Pflanzenmedium&Wurzeln ab.

  

                                                                          Leitfaden zum Umtopfen

          Ungefähr 2 Tage vor dem Umtopfen,wässert man den Steckling mit zur hälfte verdünntem Vitamin 
          B1 (od. anderen Umpflanzlösungen). Zum Umtopfen sollte man schon einen 25 Liter Topf ver-
          wenden-diesen bis 5 cm unterm Rand mit dem Pflanzenmedium füllen &gut wässern bis es überall
          gleichmäßig durchfeuchtet ist. 
          In die Mitte des Pflanzenmediums,macht man ein Loch in das der Wurzelballen problemlos hinein-
          paßt-also etwa so groß wie der Stecklingstopf.
          Um den Steckling aus seinem zu klein gewordenen Topf zu bekommen,rollt man den Topf einfach
          zwischen den Händen bis sich die Seitenwand vom Medium löst-dann legt man eine Hand über 
          den Erdboden,den Steckling zwischen den Fingern,und dreht  den Topf um-den Wurzelballen
          !Vorsichtig! behandeln.
           Jetzt !Vorsichtig! den Wurzelballen in das zuvor gemachte Loch im neuen Behälter gleiten lassen-
           es sollen keine Wurzelspitzen nach oben stehen.
           Den Erdboden rund um den Wurzelballen auffüllen & vorsichtig überall gut andrücken. Jetzt 
           nochmal mit einer zur hälfte verdunnten Vitamin B1 Lösung wässern bis der Boden gut durch-
           feuchtet ist-nicht tropfnass. 
           Die frisch umgetopfte Pflanze,die ersten 2-4 Tage unter ein weniger intensives bzw. gefiltertes 
           Licht  stellen.
           Je nachdem wieviel Nährstoffe das Pflanzenmedium enthält,muß nach einer Zeit (1-4 Wochen)
           Dünger zugesetzt werden. (siehe Dünger; Wurzelmedium-abschnitt Nährstoffe der Erde,..)


                                                                   Beschneiden&Herunterbinden  

         Auch die Techniken des herunterbindens &beschneidens sind ein starker Eingriff in das Wachstum
         der Pflanze-die physische Umformung bzw.Veränderung,bedingt einen anderen Hormonhaushalt& 
         Transpirationsfluß-beim beschneiden ist die Pflanze besonders gestreßt,das Herunterbinden 
         dagegen ist ein weitaus angenehmerer Vorgang für die Pflanze.
         Hormone geben der Pflanze auch ihre Form!-wuchshemmende Hormone werden in der  Pflanzen-
         spitze gebildet-sie sorgen dafür das Triebspitze & andere,ebenfalls wachsende Seitentriebe sich
         nicht in den Weg kommen-je weiter ein Zweig von der Spitze entfernt ist,desto  weniger Einfluß 
         haben diese Hormonen auf das Wachstum d. Zweige -so erhält die Pflanze ihre bekannte Tannen-
         baumform.
  
        Beschneiden:  
  

        Wird die oberste Triebspitze abgeschnitten,können die vorher gebremsten Seitentriebe nun mit den 
        unteren Zweigen gleichziehen-so entsteht eine Krone aus 4-8  Haupttrieben-durch den kurzzeitigen
        Produktionsstop der wuchshemmenden Hormone,können sich auch neue Triebe aus  den  Blatt-
        achseln entwickeln. 
        Durch diesen Eingriff bekommt die Pflanze ein buschigeres Wachstum- bei einem beschnittenen
        Zweig,wachsen aus den Nodien unterhalb des Schnittes 2 frische Zweige-allerdings bringt das
        nicht die doppelte Blättermenge (aber wesentlich mehr-dafür bleiben sie länger klein) oder ein 
        schnelleres Wachstum.
        Die Umstellung nach so einem Schnitt,kann in den ersten Tagen auch zu einem langsameren
        Wachstum führen-auch die Konzentration der Blütenhormone wird zerstreut&verzögert damit
        die Blüte(deshalb sollte spätestens 5 Wochen vor Einleitung d. Blüte beschnitten werden).
        Das Beschneiden beim Anbau im Haus bringt also eigentlich keine wirklichen Vorteile,da die
        Pflanzen im Vergleich zu draußen früher in die Blüte  kommen& auch nicht so hoch   werden. 
                  

        Beim beschneiden sollte immer ein sauberes Werkzeug verwendet werden!(also kein erschmutztes Gartenwerkzeug) 
 

       -techniken:  
                             * Man entfernt die unteren Zweige die größer als 70-90 cm sind-dadurch werden die 
                                 Blütenhormone konzentriert&bringen so schwerere Blüten. 
                             * Spitzen abknipsen-dadurch werden die Blütenhormone aufgeteilt & bewirken so ein
                                buschigeres Wachstum.
                             * Im Alter von ca.1 Monat,werden bis auf 4 Hauptzweige,alle anderen beschnitten.
                                In den verbliebenen 4 konzentrieren sich dadurch die Blütenhormone.
                        
           
                                                   
       Herunterbinden
 

       Das Herunterbinden verändert auch den Hormonhaushalt der Pflanze,nimmt ihr aber im gegensatz
       zum beschneiden keine Hormone weg!- durch das biegen des  Zweiges werden die wuchs-
       hemmenden Hormone einfach unwirksam gemacht.
       Wird ein Zweig horizontal gebogen & so festgebunden,erhalten alle Blüten mehr Licht & können
        sich so noch besser entwickeln! Wird der ganze Stamm heruntergebunden,hat die Pflanzenspitze
        keinen Vorrang mehr beim Wachsen und andere Triebe sind an der "Spitze" der Pflanze. 
        Will man den ganzen Stamm herunterbinden,sollte jeden Tag ein wenig mehr nachgebunden werden
       -vorsichtig-so verhindert man einen bruch des stammes bzw. ein ausreißen des Wurzelballens. 
        Sind die oberen 40 cm des Stengels noch grün&elastisch,kann man auch die Triebspitze herunter-
        biegen,bis sie zum Boden zeigt und sie so am Stengel festbinden. 
        Cannabiszweige halten einiges an biegen aus,bevor sie knicken oder brechen(jüngere mehr als
        ältere)-geknickte Zweige die festgebunden werden, heilen normal problemlos-ist es schlimmer,
        schient man die Verletzung mit einem Stück Holz& bandagiert es mit einer Schnur od. einem 
        Klebestreifen.  
        Zum Herunterbinden,ein nicht einschneidendes Material verwenden,zb.: ummantelter Draht,
        Gummi,Lianen,Textilstreifen,... ,&unbedingt darauf achten,die Pflanze   nicht zu würgen,den
        Draht-od. was auch imme, nur lose um die Pflanze legen!
                          
                         
                                                               
                   Tips: Klonieren&Stecklinge
 
 

            * Torfquelltöpfe oder Würfel aus Kunststoffschaum fördern ein kräftiges Wurzelsystem bei 
               Sämlingen&Stecklingen-sie bestehen aus gepreßtem Torf (gekalkt& mit Nährstoffen)&quellen
               bei Wasserzugabe innerhalb kurzer Zeit auf.-Samen oder Steckling in den  nassen  Topf setzen
               &feucht halten.Wird es den Wurzeln zu eng,entfernt man die nylonhülle & setzt die Pflanze in
               einen größeren Topf.
               Eine düngung bei Torfquelltöpfen it auch gut-Düngen sollte man Sämlinge nach etwa einer
               Woche-Stecklinge sobald sie Wurzeln gebildet haben.    

             * Sand&Perlite haben eine gute Dränage(beugt der Umfallkrankheit vor),Vermiculit  speichert
                Wasser lange&vereinfacht das Klonieren und die Kontrolle der Nährstoffe&Wurzelhormone
                ist bei Erdlosen Substraten wesentlich einfacher-Grober Sand,feines Vermiculit&Perlite sind 
                ideal um Stecklinge zu ziehen.(siehe Erdlose Substrate).       

             * Junge Sämlinge&Klone sollte man erst gießen,wenn die Oberfläche trocken ist(bei Sand oder 
               Vermiculit geht das besonders rasch).

            * Temperaturen zwischen 26 & 32°C beschleunigen das Keimen der Samen & die Wurzelbildung
               der Klone.Man kann die Temperatur erhöhen indem man eine Heizmatte verwendet oder die 
               jungen Sämlinge&Klone mit einem Folienzelt abdeckt-so wird neben der Temperatur auch die 
               Luftfeuchtigkeit erhöht.Sprießen die Keimlinge dann aus der Erde,entfernt man das Zelt um 
               eine Luftzirkulation zu ermöglichen-die Klone sollten während d. gesamten Wurzelbildungs-
               prozesses abgedeckt bleiben (mit einer gelegentlichen Ventilation um Schimmel vorzubeugen).   
                                                                       
            * Junge Sämlinge&Klone gedeihen bei einer Luftfeuchtigkeit von 70-80% besser-trockene Luft
              verhindert eine ausreichend schnelle Wasseraufnahme der  im Wachstum befindlichen wurzeln
             -erhöhte Luftfeuchtigkeit schützt vor dem austrocknen.   
  
           * Nach der Ernte,einige tiefersitzende Zweige&Blätter samt unausgereifter Blüten an  der Pflanze
              belassen und auf eine 18 stündige Photoperiode zurückstellen-  die Pflanze kehrt nach ca. 4 
              Wochen wieder ins Vegetative Wachstum zurück-sie wächst&treibt jede Menge frischer zweige 
              samt Blätter aus.Aber Achtung!: die Stecklinge können aufgrund des Streß schon vorzeitig in die
              Blüte kommen!

          * Optimales & ungehindertes vegetatives Wachstum=viel Grünmasse, ist die Grundvoraussetzung
             für eine gute,ertragreiche Ernte.
 
          *Am besten topft man spät am Tag um,damit  die Pflanze sich über Nacht erholen kann.

 

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